Autor: BuHu Hundeverein

Ektoparasiten – Abendvortrag von Dr. med. vet. Lisa Goldinger

„Wenn die Haut kribbelt, weil’s krabbelt“

10. Oktober 2025 im Restaurant Baumgarten in Benken ZH

Wie letztes Jahr referierte Dr. med. vet. Lisa Goldinger bei uns im BuHu.
Sie ist Tierärztin für Kleintiere und war lange Jahre Mitinhaberin der Tierklinik tezet AG in Müllheim. Ihr Herz schlägt neben der klassischen Veterinärmedizin auch für die Traditionelle Chinesische Medizin TCM mit Akupunktur und Kräutern.

Seit ihrer beruflichen Neuorientierung Ende 2023 engagiert sie sich noch intensiver für den Tierschutz im Inland beim Tierschutzverein Steckborn, der Hundehilfe Goldinger ehemals Verein Tiergarten, fürs Tierschutzzentrum Thurgau, im Ausland bei NetAP und für soziale Projekte wie die Tiertafel in Kreuzlingen.

Parasiten gibt es viele und so sind unsere Hunde leider vielerlei solcher Krabbeltierchen ausgesetzt, die sie massiv belasten können. Jeder Vierbeiner ist wohl im Laufe seines Lebens vom einen oder andern befallen. Dieses Jahr brachte uns Lisa die Ektoparasiten näher. Sie leben aussen auf dem Hund, sprich auf oder in der Haut. Aktuell verursachen Flöhe, Zecken und Milben am meisten Probleme. Darum referierte Lisa Goldinger in unserem Verein an diesem Abend über diese drei Ektoparasiten-Arten.

Zecken und Flöhe
Zuerst bekamen wir Einblick ins Zeckenleben. Es gibt unzählige dieser Spinnentiere. Die wichtigsten in unserer Gegend sind der Holzbock (Ixodes ricinus), die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguinesus), die letztere ist seltener als die beiden andern.

Wie immer mit Lisa ging es nicht todernst zu und her. So machten wir Jagd auf diese Gruseltierchen und konnten doch einige davon dingfest machen. Wir erfuhren vom unterschiedlichen Entwicklungszyklus der verschiedenen Zecken, die variierenden aktiven Jahreszeiten – die Saison der Auwaldzecke beginnt früher und endet später im Jahr als die des Holzbocks. Bei guten klimatischen Bedingungen dauert sie gar von Februar bis Dezember. Die Braune Hundezecke überlebt bei uns wegen der Kälte nicht im Freien. Wird sie jedoch aus dem Ausland eingeschleppt, überlebt sie in Wohnungen und Tierheimen und ist dann ganzjährig aktiv und sehr vermehrungsfreudig. Nicht zu aller Freude!

Die Gruseltierchen übertragen diverse Krankheiten.

HolzbockBraune HundezeckeAuwaldzecke
FSME Frühsommer MeningoenzephalitisBabesiose HundemalariaBabesiose Hundemalaria
BorrelioseEhrlichioseFSME
AnaplasmoseRickettsioseRickettsiose
RickettsioseEhrlichiose
EhrlichiosePiroplasmose
Babesiose


Im Gegensatz zu den Zecken können Flöhe springen, von einem Hund zum andern. Im Freien sind sie vor allem im Frühling und Sommer aktiv, im Herbst und Winter leben sie drinnen. Auf dem Hund oder der Katze trifft man nur auf die erwachsenen Flöhe. Die Eier, Larven und Puppen befinden sich auf den

Liegeplätzen der Hunde, in Teppichen oder im Auto, fernab von Licht unter Möbelkanten, Tischbeinen, Ritzen usw. Nur ein kleiner Teil ist auf dem Hund zu finden, der Grossteil befindet sich im Umfeld. Somit muss nicht nur der Hund gegen Flöhe behandelt werden, sondern auch alle Liegeorte des Hundes. Flöhe sind Überträger des Gurkenkernbandwurms; wir Menschen können angesteckt von werden.

Milben
Auch bei den Milben gibt es unzählige Varianten. Häufig ist die Demodex-Milbe, auch Haarbalgmilbe genannt. Nur wenn die Milben überhandnehmen, führt es zur sogenannten Demodikose. Diese Milbe lebt in den Haarfollikeln und auf der Haut des Hundes, darum der Name Haarbalgmilbe.

Eine weitere Art ist die Sarcoptes-Milbe, die zur Sarcoptes-Räude führen kann. Diese Milben graben sich in bis zu 1 cm tiefe Gänge in die Hundehaut ein, legen Eier und ernähren sich von der Gewebeflüssigkeit. Die Sarcoptes-Räude ist hochansteckend und bewirkt hochgradigen Juckreiz. Füchse leiden häufig unter der Fuchsräude und oftmals endet sie bei ihnen tödlich, weil sie unbehandelt bleiben. Hunde können sich bei Fuchsbauten oder in der direkten Begegnung anstecken.

In unserer Gegend gibt es auch die Pelzmilben, die Cheyletellen, die zu den Grabmilben gehören. Sie verursachen vor allem massive Schuppen.

Sehr bekannt sind die Herbstgrasmilben, diese orangen «Pünktchen», die man von blossem Auge sieht. Sie verursachen zum Teil massiven Juckreiz.

Nicht zu vergessen die Ohrmilben. Sie können zu heftigen Entzündungen und Juckreiz in der Ohrmuschel führen. Übertragen werden können sie von Katzen auf Hunde und umgekehrt.

Zu guter Letzt besprach Lisa mit uns die Behandlungsmöglichkeiten anhand einer übersichtlichen Liste, die sowohl die Spot Ons, Sprays, Halsbänder, Tabletten, Injektionen, Produkte für die Umgebungsbehandlung, Repellentien und Hausmittel abdeckte. Wogegen wirken sie, wie lange wirken sie, welche Inhaltstoffe sind darin zu finden, usw.?

Reich eingedeckt mit Wissen bedankten wir uns bei Lisa und berieten schon, was wir uns nächstes Jahr von ihr näherbringen lassen möchten. Ideen sind vorhanden. 😊

Silvia

BuHu Hundenasen fordern und fördern

Samstag, 10. Mai 2025

Als Silvia Peter die Ausschreibung versandte, war für mich bereits klar, da möchte ich gerne dabei sein. Immer wieder ist es interessant, mehr über das Riechorgan unseres besten Begleiters und wie er es nutzt zu erfahren. Dank unserer Hunde tut sich tatsächlich neue Welt für uns auf, wir müssen nur gut hinschauen. Genau das war der Inhalt des Praxishalbtages von Silvia. Eine kleine, aber feine Truppe traf sich bei auf dem wunderschönen Hundeplatz der Hundeschule Pantli in Schaffhausen.

Ein Utensil war dabei für den Menschen besonders interessant: Ein Wanderstock mit einer Windfahne. Dieser Stock und dessen Funktion begleitete uns den ganzen Nachmittag und schärfte somit auch unsere Sinne. Dank dieses Stockes begriffen wir, weshalb unsere Hunde beim Suchen manchmal «den Haken schlugen» und lernten auch, unsere Hunde besser zu lesen.

Die Hunde durften auf verschiedenen einfachen Schnüffelparcours Leckerli suchen und finden. Wer es noch nicht wusste, erkannte schnell, dass zumindest die anwesenden Hunde das Einsetzen ihres Riechorgans und entsprechend wie der Wind steht nicht erlernen müssen. Wir Menschen sahen sehr schön, wie die Hunde den «Wind geholt» haben. Schön war es auch, die Hunde einfach mal machen zu lassen und nicht wie bei einem Trick eine Übung aufzubauen. Die Hunde erkannten schnell, dass es sich um eine super tolle und vor allem lohnende Übung handelte. Bei einigen der Hunde hat man auch deutlich das «Schnorcheln» gehört.

Was alle Hunde aber kaum verstanden war, dass sie nach so einer interessanten Arbeit wieder zurück ins Auto mussten. Es war aber gut so, da sich die Hunde nicht kannten und sich während des Erschnüffelns nicht ablenken liessen.

Utensilien/Gerätschaften können für Nasenarbeit zwar interessant sein, aber sie werden nicht zwingend benötigt. Es findet sich in der Umgebung genügend schöne Plätzchen, um Leckerlis zu verstecken.

Super spannend war auch der Wurstbaum. Anstelle von Lametta hängten wir feine Fleisch-Streifen an einen Haselnuss-Strauch. Mein Berner durfte die Streifen suchen. Wer hätte gedacht, dass der Wind sie nach einiger Suche in Bodennähe doch auf die richtige Spur in der Höhe brachte. Nasenarbeit kann also gleichzeitig auch Physiotherapie sein.

Zusätzlich zu der praktischen Arbeit erhielten wir Zweibeiner einen super interessanten Vortrag von Silvia über das Riechorgan des Hundes . Unsere Pause wurde von leckeren selbstgebackenen Kuchen versüsst.

An die Suche in einem fremden Raum musste sich Hund zuerst herantasten. Das eigene Lieblingsspieli oder ein Futterbeutel erleichterten die Suche sehr.

Auch die Idee der Suche in Behältern wurde gezeigt. Es war dabei nicht relevant, dass die Hunde eine bestimmte Anzeige machten. Der Mensch erkannte sehr schnell, wenn Hund den entsprechenden Geruch erkannte. Geübte Hunde konnten dabei auch andere Gerüche, z.B. einen SchaSu-Gegenstand erschnüffeln.

Alle Zwei- und Vier-Beiner haben von diesem Nachmittag sehr profitiert und lassen sich am Abend den tollen Tag noch einmal Revue passieren.

Danke Silvia für den überaus wertvollen und lehrreichen Nachmittag.

Stammtisch – 25.04.2025

Am Freitag, 25. April 2025 fand unser erster Stammtisch in diesem Jahr statt.

Treffpunkt war der Parkplatz P 90 oder auch Pistenende Oberglatt genannt. Die Aviaktik-Fans kennen diesen Ort sicher, denn hier kann man die Flugzeuge aus allen Herren Länder bestens starten und landen sehen.

Es war eine bunte Hundegruppe bestückt mit Labis, Drahthaar Vizslas, Springer Spaniels und einem Kelpie. Während sich die bunte Hundeschar auf der weitflächigen Panzerpiste austobte, genossen die Zweibeiner die eindrückliche Abendstimmung sowie die sich im Landeanflug befindlichen Flugzeuge. Ganz besonders angetan waren die Hunde von den grossen Wassertümpeln, wo man sich entweder kurz abkühlen oder so schön durchrasen konnte. Es spritzte auf alle Seiten. Die Hundeführer, die zu nahe am Wasser standen, nahmen ihre nassgespritzten Hosenbeine mit Humor.

Nach dem Spaziergang begaben wir uns zum Füürwehrmuseum in Oberglatt. Eliane und Hans Stirnimann hatten bereits vor dem Spaziergang alles im Lokal eingerichtet. Hans wartete bereits auf uns und musste nur noch das Pouletfleisch auf den Grill legen. Während sich die Hunde nach gut einer Stunde Austoben in ihrer jeweiligen Hunde-Box schlafen legen konnten, genossen die Teilnehmer das feine Nachtessen.

Natürlich wollten wir auch das Füürwehrmuseum besichtigen. Was es da alles zu sehen gab! Diverse Feuerwehrschläuche, Funkgeräte, Holzkarren auf denen die Wasserschläuche befestigt wurden und vieles mehr. Da kamen viele Kindheitserinnerungen hoch und dies nicht nur wegen des alten schwarzen Wandtelefons mit Drehscheibe 😉

Es war wieder ein sehr unterhaltsamer Stammtisch, wo viel geschwatzt, gefachsimpelt und gelacht wurde. Eliane und Hans sagen wir herzlichen Dank für den top organisierten Abend in Oberglatt. Wir kommen gerne wieder 🙂

Spaziergang


Abendessen und Füürwehrmuseum