Samstag, 10. Mai 2025

Als Silvia Peter die Ausschreibung versandte, war für mich bereits klar, da möchte ich gerne dabei sein. Immer wieder ist es interessant, mehr über das Riechorgan unseres besten Begleiters und wie er es nutzt zu erfahren. Dank unserer Hunde tut sich tatsächlich neue Welt für uns auf, wir müssen nur gut hinschauen. Genau das war der Inhalt des Praxishalbtages von Silvia. Eine kleine, aber feine Truppe traf sich bei auf dem wunderschönen Hundeplatz der Hundeschule Pantli in Schaffhausen.

Ein Utensil war dabei für den Menschen besonders interessant: Ein Wanderstock mit einer Windfahne. Dieser Stock und dessen Funktion begleitete uns den ganzen Nachmittag und schärfte somit auch unsere Sinne. Dank dieses Stockes begriffen wir, weshalb unsere Hunde beim Suchen manchmal «den Haken schlugen» und lernten auch, unsere Hunde besser zu lesen.

Die Hunde durften auf verschiedenen einfachen Schnüffelparcours Leckerli suchen und finden. Wer es noch nicht wusste, erkannte schnell, dass zumindest die anwesenden Hunde das Einsetzen ihres Riechorgans und entsprechend wie der Wind steht nicht erlernen müssen. Wir Menschen sahen sehr schön, wie die Hunde den «Wind geholt» haben. Schön war es auch, die Hunde einfach mal machen zu lassen und nicht wie bei einem Trick eine Übung aufzubauen. Die Hunde erkannten schnell, dass es sich um eine super tolle und vor allem lohnende Übung handelte. Bei einigen der Hunde hat man auch deutlich das «Schnorcheln» gehört.

Was alle Hunde aber kaum verstanden war, dass sie nach so einer interessanten Arbeit wieder zurück ins Auto mussten. Es war aber gut so, da sich die Hunde nicht kannten und sich während des Erschnüffelns nicht ablenken liessen.

Utensilien/Gerätschaften können für Nasenarbeit zwar interessant sein, aber sie werden nicht zwingend benötigt. Es findet sich in der Umgebung genügend schöne Plätzchen, um Leckerlis zu verstecken.

Super spannend war auch der Wurstbaum. Anstelle von Lametta hängten wir feine Fleisch-Streifen an einen Haselnuss-Strauch. Mein Berner durfte die Streifen suchen. Wer hätte gedacht, dass der Wind sie nach einiger Suche in Bodennähe doch auf die richtige Spur in der Höhe brachte. Nasenarbeit kann also gleichzeitig auch Physiotherapie sein.

Zusätzlich zu der praktischen Arbeit erhielten wir Zweibeiner einen super interessanten Vortrag von Silvia über das Riechorgan des Hundes . Unsere Pause wurde von leckeren selbstgebackenen Kuchen versüsst.

An die Suche in einem fremden Raum musste sich Hund zuerst herantasten. Das eigene Lieblingsspieli oder ein Futterbeutel erleichterten die Suche sehr.

Auch die Idee der Suche in Behältern wurde gezeigt. Es war dabei nicht relevant, dass die Hunde eine bestimmte Anzeige machten. Der Mensch erkannte sehr schnell, wenn Hund den entsprechenden Geruch erkannte. Geübte Hunde konnten dabei auch andere Gerüche, z.B. einen SchaSu-Gegenstand erschnüffeln.

Alle Zwei- und Vier-Beiner haben von diesem Nachmittag sehr profitiert und lassen sich am Abend den tollen Tag noch einmal Revue passieren.

Danke Silvia für den überaus wertvollen und lehrreichen Nachmittag.