Durch die Rebberge im Oberklettgau

Startpunkt war die Klub-Hütte des Beringer Hundesports. Pünktlich um 10 Uhr traf ich ein, als Letzte. Zuerst deponierten wir allesamt unsere diversen selbergemachten Köstlichkeiten in der Klubhütte und holten unsere Vierbeiner aus den Autos. Und schon zogen wir los: Kurz führte der Weg durch die Industrie, dann querten wir die Bahnlinie und ab hier durften die Hunde freilaufen. Entlang von grünenden Wiesen – die Hunde zupften die Spitzen des Frühlingsgrases – gelangten wir bald zum Rebberg. Den Aufstieg meisterten wir locker, zwar ging’s bergan, aber weder steil noch lang, weil wir den Fahrweg wählten statt der Falllinie, schlaue Idee und sehr kniefreundlich.


Ob der Name des Randen von «Rand» kommt? Hört rein https://www.srf.ch/audio/schwiiz-und-duetlich/woher-der-name-randen-stammt?id=fcb26bcd-a907-4390-b981-7e9d5cebb25b
Wie es sich für eine BunteHunde-Wanderung gehört, war der Himmel weder wolkenlos, noch die Sicht uneingeschränkt. Den Oberklettgau immerhin sahen wir mit seinen verschiedenen Dörfern. Wir gingen an einem Wagen vorbei, grüssten den Fahrer freundlich und wollten weiterziehen. «Stopp!» rief Irene von hinten. Erstaunt drehten wir uns um. «Den Apéro nehmen wir hier.» Der freundliche Fahrer entpuppte sich als Peter – die gute Seele im Hintergrund – der uns den Aperitif hochgefahren hatte. Wir wurden verwöhnt mit selbst gebackenem Safranzopf, sehr lecker, Kaffee, Tee und Punsch. Die Hunde bekamen Wasser.


Peter erklärte uns, wo Beringen, Löhningen, Neunkirch, Hallau mit Bergkirche und nicht sichtbar, weil hinter dem Hügelzug, Wilchingen und Osterfingen liegen. Dort fand die allererste Winterwanderung statt hoch zum Rossberg. Die einen mögen sich noch erinnern: über Nacht fiel ein halber Meter Schnee, phuu, war dieser Aufstieg streng!
Heute meinte es Petrus zum Glück gut mit uns. Wir kamen trocken durch den Tag.








Die Rast und der Apéro taten gut. Doch langsam kroch die Kälte unter die Kleider. Wir packten zusammen, verliessen den schönen Ort und zogen westwärts weiter auf der Höhe durch den Rebhang. Unmittelbar vor Löhningen stiegen wir hinab in die Ebene, vorbei an wunderschönen Gärten. Darin zeigte sich der Frühling mit unzähligen Primeln. Wunderschön das Blütenmeer!



Zurück ging’s über die Ebene. Angekommen bei der Hütte, warf Wolfgang den Gasgrill an und kurz darauf legten wir unsere Grilladen auf den Rost. Bratwürste lagen neben Koteletten, Steaks, Grillkäse und einem Raclettepfännchen. In der Zwischenzeit beluden wir in der geheizten Klubhütte die Teller mit Härdöpfel-, Rüebli-, grünem und Hörnlisalat. Selbergemacht ist definitiv auch fein. Punktgenau war das Grillgut fertig. «En Guete!»



Die Crème und der Kuchen ergänzten sich perfekt – ein passendes Duett. Ob sich die beiden Konditorinnen wohl abgesprochen haben? Auf alle Fälle oberlecker.
Wohlgenährt, stinkzufrieden und glücklich kehrten wir heim. Nun hiess in den Träumen schwelgen und alle Eindrücke Revue passieren lassen.


Herzlichen Dank an Irene und Peter Erb für die Idee, den Apéro im Räbhüüsli und die umsichtige Organisation im Voraus, beim Wandern und in der Hütte, an alle Salat- und Kuchenspenderinnen, den Grilleur und die Fotos-Schiessenden! Schön war’s, gerne wieder!
Silvia Peter
